Zucht

Hier möchte ich mir einiges von der Seele schreiben.

Wie bin ich eigentlich zur Zucht gekommen?

Nun, geplant war es nicht. Irgendwann fragte mich mal jemand ob ich mit Leilani züchten möchte, ich weiß gar nicht mehr wer 😀

Aber ich hatte genug zu tun mit Leilanis Genesung , obwohl wir zwischendurch gerne auf Ausstellungen gingen. Das war auch eine schöne Abwechslung für uns beide, zwischen Ihren Operationen.

Bevor Leilani zu uns kam, hatten wir ein paar Monate vorher unsere andere Bully Dame geholt. Ein Bully der krank ist und es immer bleiben wird. Ein Bully vom Vermehrer. Näher möchte ich auf das Elend gar nicht eingehen. Und ja, ich bin voll drauf rein gefallen.

Und ich schaute mir also unsere Disney so an und dachte, das muss doch besser gehen. Gesünder……und das war der Punkt wo ich es wollte.

Braucht die Hundewelt noch mehr Züchter? Ich glaube nicht . Braucht die Welt Menschen die etwas besser machen wollen und verändern? Ich glaube, ja.

Doch leider habe ich weder die Weisheit mit dem Löffel gefressen, noch hab ich jahrzehntelange Praxis Erfahrung. Immer wieder höre ich, das überlasse ich lieber Züchtern mit Erfahrung oder ähnlichem……sind die nicht auch mal angefangen?

Mit Lebewesen zu arbeiten ist immer Individuell und egal wie sehr ich Theoretisch vorbereitet bin, die Praxis ist häufig anders, die Realität nicht leicht. Also wird man Fehler machen um daraus zu lernen, eigene Erfahrungswerte zu sammeln und stets daran arbeiten, sich zu optimieren. Denn Zucht ist ebenfalls Tierschutz, das darf man nicht außer Acht lassen.

Es ist gut das in der Zucht der Französischen Bulldogge ein Umdenken statt gefunden hat. Trotzdem werden noch viele viele Generationen geboren werden müssen um zum früheren, gesünderen Rasse Standard zurück zu finden. Aber das ist ein anderes Thema.

Ich hab schon viel gelernt und tolle Leute die mir zur Seite stehen, hier mal ein Danke an diese Menschen :*

Ich möchte also etwas ändern, verbessern. Damit es weniger kranke Hunde von dubiosen Individuen gibt.

Und ja, persönlich finde ich auch , das ein gewisses Maß an Egoismus nicht zu entbehren ist in diesem Thema. Aber profilieren möchte ich mich damit sicherlich nicht. Ich möchte die Menschen zum Umdenken bewegen.

Da kommt Person X und möchte einen Bully, aber bitte nicht für so Unsummen ( was ja individuell ist). Schließlich braucht man ja noch neue Handys, Spiele Konsolen, TV Geräte ( je größer je besser ) und was weiß ich noch……..aber der beste Freund des Menschen, ein Lebewesen, für die nächsten 12 Jahre oder mehr, der darf nichts kosten, der soll billig sein. Und die Französische Bulldogge mit Ihrem Kindchen Schema ist ja ach so Zucker.

Ja, ist Sie. Einfach wahnsinnig tolle Allrounder denen man nur ALLZU schnell verfällt. Und deshalb, bitte seid bereit in euer neues Familien Mitglied zu investieren. Denn die verpönte Ahnentafel , die man ja angeblich nicht braucht, da man ja nicht züchten will ( man will nur einen gesunden Hund) ist eure Gewissheit, etwas richtiges getan zu haben. Selbstverständlich ist keine Ahnentafel ein Garant…..das wäre ja einfach. Nicht alle Nachfahren von hochintelligenten Nobel Preis Trägern sind ebenfalls brillante Genies und bereichern unser Universum. Zwei noch so gesunde Menschen können ebenfalls ein krankes Kind bekommen………..

Aber dieses Blatt Papier sagt Ihnen das alles mögliche getan wurde um eben jegliches Risiko so gering wie möglich zu halten, zu selektieren und zu verbessern. Und nicht die Ahnentafel, die im Schnitt ca 20 € im Verein kostet, sondern die Auflagen, Untersuchungen, Genetische Tests , Auswahl des Deckrüden, Decktaxe und eine fachgerechte optimale Versorgung der Hündin und der Welpen , rechtfertigen einen höheren Preis.

Wie viel hier jeder im Vorfeld ausgibt ist Individuell. Nur ein kleines Beispiel in unserem Fall, für Leute die so gar keine Vorstellungen haben….Decktaxe, klinische Tests, Fahrt zum Rüden, Übernachtungen im Gasthaus , Ultraschall , nur dafür komme ich auf 1400€ und mehr. Weder Ausstellungen vorher, ZTP, Untersuchungen, Erstausstattung , spezielle Nahrung mit reingerechnet. Die Welpen sind noch nicht mal geboren. Ich kenne durchaus Züchter die weit mehr investieren und eben jene, die das alles nicht juckt. Die vermehren oder deren Hündin ja nur einmal Welpen haben sollte, ist ja auch natürlicher. Also , bei einigen Zweibeinern bin ich ganz froh wenn Sie sich nicht vermehren 😉

Und ja, ein seriöser Züchter, der sich weiter bildet und in seine Zucht investiert, der sollte am Ende auch was übrig behalten. Nächstenliebe füllt nun auch keinen Kühlschrank und den Napf. Oder bringt einen in der Zucht vorwärts.

Ehrlichkeit ist wichtig. Ich wünsche mir eine ehrliche Zucht, fachgerecht und liebevoll. Und im Laufe der Jahre , werde ich stets daran arbeiten, das auch umzusetzen.

Danke 🙂

Für meine künftigen Welpen Käufer bin ich immer Ansprechpartner erster Wahl. Wir sind sehr familiär, haben eine eigene Whattsapp Gruppe und auch eine Facebook Seite .